Kategorie: Allgemein Allgemein


Autor: angler2001 Verfasst am 03. 12. 2011
Festplatten-Engpässe steigern Nachfrage bei SSDs
Die Engpässe bei normalen Festplatten wegen der Flutschäden in Thailand haben jüngst für einen Anstieg der Nachfrage bei Solid State Drives (SSDs) gesorgt, meldet das Marktforschungsunternehmen ' DRAMeXchange'.

Den Marktbeobachtern zufolge stieg die Zahl der kurzfristigen Bestellungen bei den SSD-Produzenten kräftig an, obwohl die Verkäufe von fertigen Produkten wie PCs, Smartphones und Tablets wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage weiter abnahmen.


Hintergrund ist die Schließung von mehr als einem Dutzend Festplattenfabriken in Thailand wegen massiver Schäden durch monatelange Überschwemmungen. Fast die Hälfte der HDD-Werke in Thailand ist direkt von den Flutschäden betroffen. Die Fertigung wurde zwar nur an einem Teil der Produktionsstandorte gestoppt, doch es gab auch häufig Probleme mit zerstörten Zufahrtsstraßen und Stromausfällen.

Generell sei aber nicht davon auszugehen, dass die Engpässe bei herkömmlichen Festplatten zu einer stark erhöhten Nachfrage bei SSDs führen werden. Die Preise der Flash-basierten Speicherlaufwerke seien noch viel zu hoch, um sie für Festplattenkäufer zu einer attraktiven Alternative zu machen, so die einhellige Meinung unter Marktforschern.

Auch langfristig sei nicht damit zu rechnen, dass SSDs in Sachen Preis den normalen Festplatten Konkurrenz machen könnten. Derzeit kosten die Laufwerke pro Gigabyte Speicherplatz im Schnitt laut iSuppli noch 1,70 Dollar. Bis 2015 geht man von einem Rückgang der Kosten auf rund 50 US-Cent pro Gigabyte Kapazität aus. Normale Festplatten kosten im Consumer-Bereich derzeit nur rund 10 US-Cent pro Gigabyte.

Quelle: winfuture.de

Drucken